Besuch der Biogasanlge in Sterup

 

Im HWS-Unterricht hatten wir das Thema „Erneuerbare Energien“. Verschiedene Kinder hielten Vorträge über Sonnenenergie, Wind- und Wasserenergie.
Am 11.12.17 hielten Timo und Jesse einen Vortrag über Biogasanlagen. Zuerst erzählten sie uns anhand von Bildern, einem Plakat und Exponaten wie Biogasanlagen funktionieren. Dann führten sie uns ein Experiment vor. Dafür mussten sie verschiedene Dinge nacheinander in eine Flasche füllen. Zucker, Gras, Brühwürfel, Wasser und Küchenabfälle. Anschließend wurde die Flasche geschüttelt und Timo machte einen Luftballon auf die Öffnung. Wir wollten den Versuch drei bis vier Tage beobachten. Tatsächlich war schon am nächsten Tag der Ballon durch die sich entwickelnden Gase ein wenig aufgebläht.
Für den darauffolgenden Tag hatte Timo uns bei Herrn Timm bei der Steruper Biogasanlage angemeldet. Er hatte sich den ganzen Vormittag Zeit für uns genommen, um uns die Anlage zu erklären.
Im Vorbehälter werden Gras sowie gehäckselter Mais und Getreide gesammelt. Mit der Schnecke wird diese Biomasse in den Fermenter transportiert. Auch Mist und Gülle werden hinzugefügt. In diesem Gärbehälter wird alles immer langsam umgerührt und etwas erwärmt. Dort fressen Bakterien alles, was sie mögen. Das, was die Bakterien ausscheiden, nennt man Methan (Gas). Dieses Biogas wird zum Blockheizkraftwerk geleitet und dort in einem Gasmotor verbrannt. Die daraus entstehende Energie wird dann als Strom und Wärme genutzt. Die Ausscheidungen der Mikroorganismen und die Reste sickern im Fermenter zu Boden, man nennt sie Gärprodukt. Später werden die nicht abbaubaren Rückstände als Dünger genutzt.
Im Motorraum war es schrecklich laut, wir hatten „Mickey Mäuse“ (Ohrschützer) auf. Wir hatten viele Fragen, die Herr Timm uns geduldig beantwortete. Später durften wir noch in das Büro, wo am Computer die Arbeit der Biogasanlage gesteuert und überwacht wird. Die Steruper Biogasanlage versorgt einen Großteil der Haushalte in Sterup, den Kindergarten, die Schwimmhalle, die Sporthallen und die Schulen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
Zum Schluss bedankten wir uns noch bei Herrn Timm mit einem plattdeutschen Lied und kleinen Geschenken. Es war ein schöner, interessanter Vormittag.

 

Elena Petersen und Iver Buck für die 4b/Tiger