Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Landestheater

 Als der Generalintendant des Landestheaters, Peter Grisebach, und Theaterpädagogin Claudia Schmidt um die Ecke kamen, stimmten 60 Kinder der Heinrich-Andresen-Grundschule zur Begrüßung einen Kanon an. Der war so fröhlich, dass sich Grisebach der Stimmung nicht entziehen konnte. Er stimmte mit ein und begann zu tanzen. „Ich habe mich sofort wohlgefühlt“, gestand er Schulleiterin Birgit Müller und sprach von einem „herzlichen Miteinander“. Er und die Theaterpädagogin – Claudia Schmidt ist eine von dreien am Landestheater -  waren gekommen, um einen Kooperationsvertrag zwischen dem Theater und der Steruper Schule zu unterzeichnen. Das sei, wie Peter Grisebach sagte, der 20. Vertrag dieser Art im Einzugsbereich des Theaters mit seinen Spielstätten in Flensburg, Rendsburg und Schleswig – jedoch der erste mit einer Schule im ländlichen Raum. So hatte es sich die Schulleiterin Birgit Müller gewünscht und der Generalintendant kam dem Wunsch gerne nach, um den „Hunger auf und die Leidenschaft für das Theater nachzukommen“.

„Kulturelle Bildung ist ein unverzichtbarer Teil der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, die den Einzelnen zur Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse befähigt”, so Birgit Müller. Angestrebt werde eine Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern auch an außerschulischen Lernorten, wie zum Beispiel  im Landestheater. Das wolle man in der Steruper Grundschule mit derzeit 120 Kindern fördern. In verschiedenen Unterrichtsfächern gehe es, wie sie sagte, um Kultur und Musik; es werden Musicals oder kleine Singspiele eingeübt und vorgeführt. Das, so die Erfahrung, stärke die Persönlichkeit der Kinder.

Als ländliche Schule habe man es sicherlich schwerer,  mit den Kindern ins Theater zu fahren. Da ihr, der Schulleiterin und ihrem Kollegium, es aber wichtig sei, die Schüler an Theater im allgemeinen und im besonderen heranzuführen, gebe es nun die Kooperation zwischen dem Landestheater und “unserer” Schule. Dazu gehören bei der Umsetzung gegenseitige Besuche. Birgit Müller: “Wir freuen uns auf das Kommen von Musikern, die uns ihre Instrumente vorstellen werden, ebenso wie auf eine mobile Produktion des Puppentheaters an unserer Schule.” Gespannt, fügt sie hinzu, seien die Viertklässler auf eine Probe des Tanztheaters; daran wollen sie demnächst teilnehmen. uk

 

Text: Frau Köhler